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Optische Kohärenztomografie (OCT)

Messprinzip der OCT                       OCT am Implantat                        OCT der Stimmlippe

Die optische Kohärenztomographie ist ein Schnittbildgebungsverfahren zur Untersuchung des Schichtaufbaus von biologischem Gewebe. Mit dem interferometrischen Messprinzip der OCT werden bis in eine Tiefe von 1-2 mm in streuendem Gewebe Tomographien erzeugt, die typischerweise eine Aufösung von 10 µm in alle drei Raumrichtungen aufweisen. Die OCT ist berührungsfrei und in vivo anwendbar.

Eigenschaften der OCT:

  • Infrarotstrahlung mit Eindringtiefe im trüben Gewebe 1-2 mm
  • Gesichtsfeld typischerweise 5 mm x 5 mm
  • Streuung als intrinsischer Gewebekontrast
  • Auflösung 10 µm (axial optimierbar auf <1µm)
  • zunehmend hohe Aufnahmegeschwindigkeit von 2D-Videorate bis 3D-Videorate

Anwendungsfelder der OCT:

  • Ophthalmologische OCT
  • Kardiovaskuläre Katheder OCT
  • Dermatologische OCT
  • Endoskopische OCT (Luftröhre, Stimmlippe, Speiseröhre, Darm, Blase etc.)
  • Vorklinische OCT
  • Nicht medizinische OCT (z.B. Gemäldeanalyse)

Wir entwickeln angepasste Lösungen für die OCT Bildgebung für die biomedizinische Forschung und sind auch interessiert an neuen klinischen und nicht klinischen Anwendungen.

Ansprechpartner: Alexander Krüger

3D gerenderte Darstellung einer OCT Volumenaufnahme der Haut einer haarlosen Maus in der Umgebung einer Durchtrittsstelle eines Titanimplantats

OCT an Perkutanimplantaten

Materialien und Materialbeschichtungen für perkutane Implantate werden von unseren Kooperationspartnern in der Implantatimmunologie im CrossBIT hinsichtlich ihrer Verträglichkeit und antiinflammatorischen Wirkung im Tiermodell getestet. Insbesondere das Verständnis und die Verhinderung von Entzündungsprozessen an der Durchtrittsstelle des Implantats durch die Haut ist das Ziel verschiedener Forschungsansätze. Zur Auswertung des Entzündungsstatus werden post mortem Biopsien histologisch untersucht. Die OCT könnte hier wichtige morphologische Zusatzinformationen zum Einwachsverhalten von Implantaten liefern. Der Vorteil wäre eine mehrmalige "optische Biopsie" am selben Tier, um auch den zeitlichen Verlauf dokumentieren zu können. Die morphometrische Dokumentation erfordert als wesentlichen Schritt eine Bildauswertung.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. (FH) Sabine Donner